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Friede und Friedensliebe
Ein Blick in die Philosophiegeschichte
Prof. Dr. Otfried Höffe
Sendezeit: So. 14.05.2017, 7.30h
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Zum Vortrag
Friedensliebe erscheint uns heute als eine natürliche Einstellung. Tatsächlich aber galt etwa im archaischen Griechenland der Krieg als Normalzustand unter den Menschen. Der Friede hingegen musste erst geschaffen werden. Das Abendland kennt zwei überragende Friedensdenker. Für den Kirchenlehrer Augustinus ist der irdische, von den Menschen zu stiftende Friede nur ein unvollkommenes Abbild des ewigen, von der göttlichen Gnade abhängigen Friedens. Nach bemerkenswerten Friedenstheoretikern wie Dante, Marsilius von Padua, Erasmus von Rotterdam und William Penn fand, auf dem Höhepunkt der Aufklärung, bei Immanuel Kant die Friedensliebe ihre anspruchsvollste Begründung. Sie gipfelt in einem kategorischen Friedensimperativ, der in Deutschland um 1800 eine intensive Friedensdebatte ausgelöst hat.
Otfried Höffe spannt in diesem Vortrag einen weiten Bogen von der Antike bis ins 20. Jahrhundert.
Zur Person
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Otfried Höffe, geboren 1943 in Leobschütz, Oberschlesien |
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1964-1970 |
Studium der Philosophie, Geschichte, Theologie und Soziologie in Münster, Tübingen, Saarbrücken und München, Promotion zum Dr. Phil. |
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1970-1971 |
Visiting Scholar der Columbia University in New York, N.Y. |
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1971-1976 |
wissenschaftlicher Assistent an der Universität München |
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1974-1975 |
Habilitation für Philosophie |
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1976-1978 |
erst Lehrstuhlvertreter, dann Professor für Philosophie an der Universität Duisburg |
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1978-1992 |
Lehrstuhlinhaber für Ethik und Sozialphilosophie sowie Direktor des Internationalen Instituts für Sozialphilosophie und Politik sowie Lehrbeauftragter für Rechtsphilosophie an der Universität Freiburg, Schweiz |
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1992-2011 |
Professor für Philosophie an der Universität Tübingen; Gründer und Leiter der Forschungsstelle Politische Philosophie; seit 1994 Mitglied der Juristischen Fakultät der Universität Tübingen |
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2002-2013 |
ständiger Gastprofessor für Rechtsphilosophie an der Universität Sankt Gallen, Schweiz |
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2009-2015 |
Präsident der Schweizer Nationalen Ethikkommission im Bereich der Humanmedizin |
Ausgewählte Veröffentlichungen
- Geschichte des politischen Denkens: Zwölf Porträts und acht Miniaturen, C.H. Beck Verlag, München, 2016
- Kritik der Freiheit: Das Grundproblem der Moderne, C.H. Beck Verlag, München, 2015
- Lebenskunst und Moral: oder Macht Tugend glücklich?, C.H. Beck Verlag, München, 2007
- Moral als Preis der Moderne: Ein Versuch über Wissenschaft, Technik und Umwelt, Suhrkamp Verlag, Berlin, 1993
- Politische Gerechtigkeit: Grundlegung einer kritischen Philosophie von Recht und Staat, Suhrkamp Verlag, Berlin, 1987
- Immanuel Kant, C.H. Beck Verlag, München, 1893


