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Der Herbst der Demokratie?
Prof. Dr. Wolfgang Merkel
Sendezeit: So. 29.10.2017, 7.30h
Erstausstrahlung: So. 30.04.2017
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Zum Vortrag
Brexit, Trumps Wahlsieg in den USA, der Rechtspopulist Hofer scheitert nur knapp an der Wahl zum Bundespräsidenten in Österreich. Rechtspopulisten befinden sich dies- und jenseits des Atlantiks in einem beängstigenden Vormarsch. In Ungarn und Polen sitzen sie längst in der Regierung. Gleichzeitig hat der deregulierte globale Kapitalismus die demokratische Gestaltungskraft der Nationalstaaten ausgehöhlt. Die Überformung nationalstaatlichen Regierens durch die EU hat zu einem weiteren Demokratieschwund geführt. Dies ist alles zutreffend. Aber ist es die ganze Wahrheit? Stehen heute Frauen, Homosexuelle, ethnische und religiöse Minderheiten nicht besser als jemals in der Geschichte der Demokratie da? Der Beitrag wird die Frage beantworten wo „die“ Demokratie heute steht und wohin ihr Weg in nächster Zukunft führen könnte.
Zur Person
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Wolfgang Merkel, geboren 1952 in Hof |
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1974-1980 |
Studium der Fächer Sport, Geschichte und politische Wissenschaft an der Universität Heidelberg |
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1980 |
Staatsexamen an der Universität Heidelberg |
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1981-1982 |
DAAD Stipendium für die School of Advanced International Studies (SAIS) der Johns Hopkins University in Bologna (Italien) |
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1982-1985 |
Promotionsstipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes |
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1985 |
Promotion im Fach Politische Wissenschaft an der Universität Heidelberg |
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1985-1989 |
Wissenschaftlicher Angestellter an der Fakultät für Soziologie der Universität Bielefeld für den Bereich "Politikwissenschaft“ |
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1988-1989 |
Fellow am Center for European Studies der Harvard University |
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1989-1994 |
Wissenschaftlicher Assistent am Institut für Politische Wissenschaft der Universität Heidelberg |
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1992 |
Habilitation |
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1994-1999 |
Professor für Politikwissenschaft an der Universität Mainz |
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1997-1998 |
Geschäftsführender Direktor des Instituts für Politische Wissenschaft an der Universität Mainz |
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1999-2004 |
Professor für Politikwissenschaft an der Universität Heidelberg |
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1999-2001 |
Geschäftsführender Direktor des Instituts für Politikwissenschaft an der Universität Heidelberg |
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Seit 2004 |
Direktor der Abteilung "Demokratie: Strukturen, Leistungsprofil und Herausforderungen" am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung |
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und |
Professor für Politikwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin |
Ausgewählte Veröffentlichungen
- Die Legitimität direkter Demokratie. Wie demokratisch sind Volksabstimmungen? (Hrsg. zus. mit Claudia Ritzi), Springer VS Wiesbaden, 2017
- The challenge of capitalism to democracy. Reply to Colin Crouch and Wolfgang Streeck. Zeitschrift für Vergleichende Politikwissenschaft 10 (1): 61-80. doi: 10.1007/sl12286-016-0298-5, published online: 24 May 2016
- Democracies and Their Crises Reconsidered, Democratic Theory 3 (2): 91-109 (2016). DOI: 10.3167/dt.2016.030106
- Krise der Demokratie? Anmerkungen zu einem schwierigen Begriff. Aus Politik und Zeitgeschichte – APuZ 66 (40-42): 04-11, 2016
- Demokratie und Krise. Zum schwierigen Verhältnis von Theorie und Empirie (Hrsg.), Springer VS, Wiesbaden, 2015
- Ungleichheit als Krankheit der Demokratie. In (Un-)Gerechte (Un-)Gleichheiten, (Hrsg.: Steffen Mau und Nadine M. Schöneck), 185-194, Suhrkamp Verlag, Berlin, 2015
- Nur schöner Schein? Demokratische Innovationen in Theorie und Praxis, OBS-Arbeitsheft 80, Otto-Brenner-Stiftung, Frankfurt am Main, 2015
- Is There a Crisis of Democracy? Democratic Theory 1 (2): 11-25, 2014
- „Is capitalism compatible with democracy?“, Zeitschrift für vergleichende Politikwissenschaft 8 (2): 109-128, 2014
- Krise? Krise!, Frankfurter Allgemeine Zeitung – Die Gegenwart, Montag, 6. Mai 2013, Nr. 104, S. 7, 2013
- Systemtransformation. Eine Einführung in die Theorie und Empirie der Transformationsforschung (2., überarb. u. erw. Aufl.), VS-Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden, 2010


