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Der Fluch des Zuviel
Vom Elend der Überproduktionsgesellschaft
Prof. Dr. Ludger Lütkehaus
Sendezeit: So. 26.11.2017, 7.30h
Erstausstrahlung: So. 13.12.2015
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Zum Vortrag
Die alte Ökonomie der Knappheit, auch die von Karl Marx, war noch auf die Entfesselung der Produktivkräfte zur Amortisierung des Kapitals ausgerichtet. Heute indessen, auf dem Boden einer Überproduktionsgesellschaft, die mit dem Fluch des Zuviel geschlagen ist, kommt es auf Produktvernichtung an. Auf Produktveralterung durch „Fortschritt“, auf den Todestrieb der Produkte, die Ablösung der Gebrauchs- durch Verbrauchsgüter. Und auf die Werbung als Aura und Apotheose des Nichtigen.
Zur Person
Ludger Lütkehaus, geboren 1943 in Cloppenburg, Studium der Germanistik, Philosophie und Geschichte an der Universität Freiburg, 1976 Promotion im Fach Germanistik an der Universität Freiburg, 1986 Habilitation an der Universität Siegen, Professor am Deutschen Seminar der Universität Freiburg. Außerdem ständiger Mitarbeiter der ZEIT, der Neuen Züricher Zeitung sowie bei Rundfunk- und Fernsehanstalten in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Er ist Mitglied des deutschen PEN-Zentrums, Ehrenmitglied der Schopenhauer-Gesellschaft, Gastprofessuren an der Emory-University in Atlanta, an der Universität Siegen, an der University of Wisconsin-Madison.
1979 Sonderpreis der Schopenhauer-Gesellschaft, 1996 Preis für Buch und Kultur,
1997 Max Kade Distinguished Visiting Professor an der University of Wisconsin at Madison, German Department, 2007 Theorie-Preis der Robert Mächler-Stiftung, 2009 Friedrich Nietzsche-Preis des Landes Sachsen-Anhalt, 2012 Preis der Schweizer C.-Stiftung,
2014 Ehrengabe der Stadt Cloppenburg.
Ausgewählte Veröffentlichungen
- Ruhe. Größe. Sonnenlicht. Friedrich Nietzsche in Sils-Maria (mit Fotografien von A. T. Schaefer), Libelle-Verlag, Lengwil (Schweiz), 2014
- Das nie erreichte Ende der Welt. Erzählungen von letzten und den ersten Dingen, Corso Verlag, Wiesbaden, 2014
- Kindheitsvergiftung, Alibri Verlag, Aschaffenburg, 2012
- Die Heimholung, Nietzsches Jahre im Wahn. Eine Erzählung, Schwabe Verlag, Basel 2011
- Entriegelter Freiheitsdrang - Lou Andreas-Salomé, Basilisken Verlag, Rangsdorf, 2011
- Das Schlimmste kommt zuletzt: Philosophische Bonsais, Schwabe Verlag, Basel, 2011
- Vom Anfang und vom Ende: Zwei Essays, Insel Verlag, Frankfurt /Main, 2008
- Mythos Medea: Texte von Euripides bis Christa Wolf, Reclam Verlag, Ditzingen, 2007
- Freud zum Vergnügen: Genug von meinen Schweinerein, Reclam Verlag, Ditzingen, 2006
- Nirwana in Deutschland. Von Leibniz bis Schopenhauer, Deutscher Taschenbuch Verlag, München, 2004
- Nietzsche zum Vergnügen: ‚Stehlen ist oft seliger als nehmen‘, Reclam Verlag, Ditzingen, 2000
- Herausgeber der ersten Schopenhauer-Ausgabe nach den Fassungen letzter Hand, Haffmans Verlag, Zürich, 2000 (5. Auflage)
- Nichts. Abschied vom Sein. Ende der Angst, Haffmans Verlag, Zürich, 1999
- Mein anticomputeristisches Manifest, Basilisken-Presse, Marburg, 1999
- Hannah Arendt und Martin Heidegger. Eine Liebe in Deutschland, Basilisken-Presse, Marburg, 1999
- Go West. Ein amerikanisches Stichwörterbuch, Rombach Verlag, Freiburg, 1998
- Das Buch als Wille und Vorstellung. Der Briefwechsel zwischen Arthur Schopenhauer und Friedrich Arnold Brockhaus, C.H. Beck Verlag, München, 1996
- Schöner Meditieren. Der esoterisch verhunzte Buddhismus, Basilisken-Presse, Marburg, 1995
- Unhöfliche Wissenschaft, Basilisken-Presse, Marburg, 1994
- Philosophieren nach Hiroshima. Über Günther Anders, Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt /Main, 1992
- Hegel in Las Vegas. Amerikanische Glossen, Rombach Verlag, Freiburg, 1992
- Die Schopenhauers. Der Familien-Brief-Wechsel, Haffmans Verlag, Zürich, 1991
- Dieses wahre innere Afrika. Texte zur Entdeckung des Unbewussten vor Freud, Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt /Main, 1989


