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Paris
Metropole der Moderne
Prof. Dr. Gerhard Poppenberg
Sendezeit: So. 17.06.2018, 7.30h
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Zum Vortrag
Paris – Metropole der Moderne
Der Vortrag beschreibt nicht eine Geschichte der Stadt in der Moderne, sondern er stellt an Hand von ausgewählten literarischen Texten Paris als einen symbolischen Ort vor, an dem zentrale Fragen der Moderne artikuliert worden sind. Die Formulierung von Paris als „Metropole der Moderne“ lehnt sich an die berühmte Formel von Walter Benjamin an, der Paris als „Hauptstadt des 19. Jahrhunderts“ bezeichnet hat.
Der Vortrag beginnt mit Rousseaus Darstellung der Stadt Paris in seinem Roman Julie oder die Neue Heloise. Der Hauptteil befasst sich mit Paris-Bildern des 19. Jahrhunderts. Dabei geht es vor allem um konzeptuelle Deutungen des Phänomens der modernen Großstadt. Balzac spricht in der Menschlichen Komödie von der Großstadt als Hölle. Baudelaire entwickelt das Konzept der Stadtlandschaft und führt den Flaneur als eine konzeptuelle Figuration des städtischen Lebens ein. Und Walter Benjamin hat die Pariser Passagen – frühe Formen von Kaufhaus, Shopping Mall und Fußgängerzone – als Inbegriff der modernen Großstadt gedeutet. Ein Ausblick ins 20. Jahrhundert stellt das Paris-Bild der Surrealisten vor.
Zur Person
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Gerhard Poppenberg, geboren 1954 in Stromberg /Oelde |
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ab 1976 Studium der Philosophie, Religionswissenschaft, Romanistik, Germanistik, Allgemeinen und Vergleichenden Literaturwissenschaft an der Freien Universität Berlin |
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Tätigkeit als Autor für Rundfunk und Tagespresse sowie Übersetzer für verschiedene Verlage |
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von 1986 bis 2000 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Romanische Philologie der Freien Universität Berlin |
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1991 Promotion zum Doktor der Philosophie durch den Fachbereich Neuere Fremdsprachliche Philologien der Freien Universität Berlin |
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1998 Habilitation am Fachbereich Neuere Fremdsprachliche Philologien der Freien Universität Berlin |
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1998-1999: Lehrstuhlvertretung Romanische Philologie an der Universität zu Köln |
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2000-2002 Professur für Romanistik/Hispanistik an der Universität Erfurt |
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seit 2002 Professur für Romanistik an der Universität Heidelberg |
Ausgewählte Veröffentlichungen
- Herbst der Theorie. Erinnerungen an die alte Gelehrtenrepublik Deutschland, Matthes & Seitz Verlag, Berlin, Juni 2018
- Directed by: Martin Scorsese (zus. mit Dana Poppenberg), Fink Verlag, Paderborn, 2018
- Eine wirre doch angenehme Harmonie. Cervantes und der Roman der Zukunft, in: Cervantes, Miguel de: Die Irrfahrten des Persiles und der Sigismunda, übers. von Petra Strien, Andere Bibliothek, Berlin, 2016, S. 547-586
- Grenzenlos frei. Die Literatur gegen ihre Liebhaber verteidigt, in: Macedonio Fernández: Das Museum von Eternas Roman, übers. von Petra Strien, Die Andere Bibliothek, Berlin, 2014, S. 373-421
- Die Antinomie des Gesetzes. Der Orestmythos in der Antike und der Moderne, Matthes & Seitz Verlag, Berlin, 2013
- ins Freie - Probleme figurativer Sprache nach Rousseau und de Man, in: de Man, Paul: Allegorien des Lesens II. Die Rousseau-Aufsätze, übersetzt von Sylvia Rexing-Lieberwirth, hg. und mit einem Nachwort von Gerhard Poppenberg, Matthes & Seitz Verlag, Berlin, 2012, S. 271-346
- Rolle und Freiheit im Welttheater, in: Pedro Calderón de la Barca: El gran teatro del mundo / Das große Welttheater, übersetzt und herausgegeben von Gerhard Poppenberg in Zusammenarbeit mit Herle-Christin Jessen und Angela Calderón Villarino, Reclam Verlag, Stuttgart, 2012, S. 142-181
- Psyche und Allegorie. Studien zum spanischen auto sacramental von den Anfängen bis zu Calderón, Fink Verlag, Paderborn, 2003. Spanische Übersetzung von Elvira Gómez: Psique y alegoría. Estudios del auto sacramental desde sus comienzos hasta Calderón, Kassel / Pamplona, Reichenberger / Universidad de Pamplona, 2009
- Vom Pathos zum Logos. Überlegungen zu einer Theorie figurativer Erkenntnis, in: Schwindt, Jürgen Paul (Hg.): Was ist eine philologische Frage?, Suhrkamp Verlag, Frankfurt a.M., 2009, S. 160-191
- Ins Ungebundene. Über Literatur nach Blanchot, Niemeyer Verlag, Tübingen, 1993


