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Referenten alphabetisch

Mai 2019

Prof. Dr. Giovanni Galizia Prof. Dr. Giovanni Galizia
Wie kommen die Blütendüfte ins Gehirn?

Sendezeit: So 05.05.2019, 07:30h


Wir erkennen Düfte ganz unterschiedlicher Herkunft, gute, schlechte, attraktive Parfums und stinkende Käfer. Und wir können uns an Düfte erinnern. Auch Bienen haben einen hervorragenden Duftsinn: Sie können einer Duftspur über viele Kilometer folgen, und sie können aus einer Duftmischung die einzelnen Komponenten herausriechen. Auf einer Blumenwiese erkennen sie verschiedene Blüten am Duft, und sie erinnern sich an den Duft besonders nektarreicher Blüten. Wie kann ein relativ einfaches Gehirn Millionen von Düften riechen, speichern und wiedererkennen? Giovanni Galizia erklärt in diesem Vortrag, wie die neuronale Kodierung von Düften funktioniert und zu einer fast unbegrenzten Kapazität des Systems führt.



Prof. Dr. Michael Madeja Prof. Dr. Michael Madeja
Von Bits und Brains. Wie das Gehirn mit digitalen Medien umgeht

Sendezeit: So 12.05.2019, 07:30h


Mit atemberaubender Geschwindigkeit werden immer mehr Bereiche unseres Lebens digitalisiert. Dabei befürchten viele, dass diese Entwicklung möglicherweise die geistigen Leistungen des Menschen verkümmern lasse oder gar zu Schädigungen des Gehirns führe. Sind solche Befürchtungen berechtigt und was kann die Hirnforschung dazu sagen? Michael Madeja beschreibt in diesem Vortrag Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Gehirn und Computer. Er erläutert die Verarbeitung digitaler Informationen im Gehirn und geht schließlich auf die Auswirkungen der Nutzung digitaler Medien auf die Leistungsfähigkeit des menschlichen Gehirns ein.



Prof. Dr. Miriam Meckel Prof. Dr. Miriam Meckel
Mein Kopf gehört mir. Die schöne neue Welt des Brainhacking

Sendezeit: So 19.05.2019, 07:30h


Der technologische Fortschritt hat das menschliche Gehirn ins Visier genommen. Und mit ihm wachsen die Erwartungen an unsere grauen Zellen… Könnte unser Denken nicht effizienter sein? Brauchen wir wirklich acht Stunden Schlaf? Können wir unsere Stimmungen nicht durch gezielte Hirnstimulationen aufhellen? Schon jetzt ist vieles möglich: per Denken Texte schreiben, ein Computerspiel spielen oder über ein Hirnimplantat Gelähmten einen Teil ihres Bewegungsspielraums zurückgeben. Wir sind dabei, eine gefährliche Grenze zu überschreiten. Unsere Gedanken werden auslesbar, unser Denken wird berechenbar, wir werden optimierbar. Aber das Gehirn zu manipulieren heißt, die Persönlichkeit zu manipulieren. Das Gesicht der Menschheit wird sich verändern, wenn wir beginnen, unser Gehirn als Zone der Selbstverbesserung und als ökonomische Ressource zu begreifen. Wir müssen, so warnt Miriam Meckel, die Autonomie über unseren Kopf behalten – als Privatsphäre des Denkens, als Kreativraum und Refugium des Bewusstseins.



 Jörg Heynkes Jörg Heynkes
Die große digitale Transformation. Oder wie unser aller Leben auf den Kopf gestellt wird

Sendezeit: So 26.05.2019, 07:30h


Humanoide Roboter, Drohnen, Schwarmmobilität, künstliche Intelligenz, virtuelle und erweiterte Realitäten… Wir leben, so Jörg Heynkes, in der spannendsten, aufregendsten aber auch gefährlichsten Zeit der Menschheitsgeschichte. In diesem Vortrag führt er vor Augen, wie tiefgreifend die Digitalisierung schon in naher Zukunft unsere Lebenswirklichkeit verändern wird. Er beschreibt die gewaltigen Chancen dieser „vierten industriellen Revolution“, die uns ganz neue Möglichkeiten geben wird, Probleme zu bewältigen. Er betont aber auch die Notwendigkeit eines radikalen Umdenkens. Denn wenn wir weitermachen wie bisher und nicht lernen, die neue Technik verantwortungsvoll zu nutzen, steuern wir auf den Abgrund zu.