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November 2019

Prof. Dr. Gunter Dueck Prof. Dr. Gunter Dueck
Bildung der Zukunft oder Kopfreform?

Sendezeit: So 03.11.2019, 07:30h
Erstausstrahlung: So 25.09.2016


Immer mehr Wissen und Kompetenz wandert in automatisierte Systeme. Damit ändern sich die Anforderungen in einer gleichzeitig immer komplexeren Arbeitswelt. Reines Fachwissen verliert an Bedeutung, Anpassung an sich stetig wandelnde Prozesse, Offenheit und Neugier werden immer wichtiger. Gunter Dueck beschreibt in diesem Vortrag anhand vieler Beispiele welche Kompetenzen in der Arbeitswelt von morgen gefragt sind.



Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin
Bildungshumanismus und Digitalisierung. Wie gestalten wir das Lernen der Zukunft?

Sendezeit: So 10.11.2019, 07:30h


Die Grundidee des Humanismus ist, dass Menschen Autorinnen oder Autoren ihres Lebens sind, dass sie imstande sind verantwortlich zu handeln. Eine humane Bildungspraxis ist darauf gerichtet, die Bedingungen für die Realisierung dieses Menschenbildes zu schaffen. Sie nimmt den ganzen Menschen in den Blick und bemüht sich darum, eine Kohärenz emotiver und kognitiver, ästhetischer und ethischer Erfahrungen und Einstellungen zu entwickeln. Die große Herausforderung der Bildung in Zeiten der Digitalisierung besteht darin, den aktuellen Trend zur Daten-Ökonomie in eine Entwicklung zur Wissensgesellschaft zu transformieren. Wissen aber verlangt Urteilskraft. Erst die Bewertung und Einordnung und Interpretation von Daten kann Wissen konstituieren. Bislang leben wir infolge der Digitalisierung nicht in einer Wissensgesellschaft, sondern allenfalls in einer Datengesellschaft. Der digitale Humanismus fordert, die neuen Technologien zum Wohl der Menschen einzusetzen, sich nicht in transhumanistischen Utopien zu verlieren, keine Roboter als Menschenersatz einzusetzen, sondern die menschlichen Handlungsmöglichkeiten zu erweitern.



Prof. Dr. Elsbeth Stern Prof. Dr. Elsbeth Stern
Intelligentes Lernen und nützliches Wissen

Sendezeit: So 17.11.2019, 07:30h
Erstausstrahlung: So 05.06.2011


Wissen ist kein "Eintrag im Lexikon", der kopiert und abgespeichert wird, sondern eine Verknüpfung im Gehirn. Dass dabei Übung den Meister macht, ist allgemein bekannt. Dass die Übung allerdings intelligent angelegt sein muss, wird oftmals nicht berücksichtigt. Das Ergebnis ist in vielen Fällen "träges Wissen", das nicht auf neue Situationen übertragen werden kann. In ihrem Vortrag erörtert Elsbeth Stern, wie Lernen gestaltet sein sollte, um "verwertbares Wissen" zu vermitteln. In einem Zusammenspiel von Vorwissen und verstehendem Lernen, also einem aktiven Konstruktionsprozess, entstehe ein Wissen, das auch auf andere Wissensbereiche und Komplexe angewendet, kontinuierlich erweitert und gegebenenfalls revidiert werden könne.



Prof. Dr. Herbert Schnädelbach Prof. Dr. Herbert Schnädelbach
Was Philosophen wissen und was man von ihnen lernen kann

Sendezeit: So 24.11.2019, 07:30h
Erstausstrahlung: So 25.01.2015


Der Ausdruck "philosophisches Wissen" ist kein leeres Wort. Ungeachtet mancher Zweifel wissen Philosophen wirklich etwas. Sie verfügen über einen Kernbestand wissenschaftlichen Wissens, der wenig umstritten ist, und hinter dessen Einsichten nicht zurückfallen darf, wer heute nach den Regeln des Fachs philosophiert. Herbert Schnädelbach demonstriert in diesem Vortrag exemplarisch, was in der gegenwärtigen Philosophie verbindlich gelehrt und gelernt werden kann.