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Oktober 2019

 Uwe Schneidewind Uwe Schneidewind
Zukunftskunst. Gelingt uns die Wende zu einer nachhaltigen Entwicklung?

Sendezeit: So 06.10.2019, 07:30h


Wachstum ist immer noch das politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Credo. Allerdings wird immer unabweisbarer, dass wir damit längst an die ökologischen Grenzen des Planeten stoßen. Inzwischen streiken Schulkinder für eine bessere Klimapolitik und eine bayrische Petition gegen das Insektensterben erhält 1,7 Millionen Unterschriften. Energiewende, Ernährungswende, Mobilitätswende - der Ruf nach mehr Nachhaltigkeit wird immer lauter. Uwe Schneidewind skizziert in diesem Vortrag, wie die Gestaltung einer Zukunft aussehen könnte, die den drängenden Herausforderungen gerecht wird.



Prof. Dr. Christian Kreiß Prof. Dr. Christian Kreiß
Heute gekauft, morgen entsorgt. Geplanter Verschleiß als Teil unseres Wirtschaftssystems

Sendezeit: So 13.10.2019, 07:30h
Erstausstrahlung: So 08.11.2015


Ob Drucker, Fernseher oder Waschmaschine - nicht selten gehen Geräte kurz nach Ablauf der Garantie kaputt. Oft lohnt sich eine Reparatur nicht oder sie ist gar nicht erst möglich. Sorgen Hersteller kalkuliert und absichtlich dafür, dass die Lebenszeit ihrer Produkte begrenzt ist, damit wir Verbraucher mehr konsumieren? "Geplanter Verschleiß" nennt sich ein Massenphänomen, das sinnlose Müllberge produziert und enorme Ressourcen verschlingt. Christian Kreiß setzt sich systematisch mit der geplanten Verringerung der Produktlebenszeit auseinander und beschreibt, wie große Konzerne weltweit mit dieser Absatzstrategie arbeiten. Er analysiert die fragwürdigen Methoden der Unternehmen, zeigt, wie die Werbung uns gezielt in die Irre führt und gibt Anregungen für eine neue Kultur der Nachhaltigkeit.



Prof. Dr. Marianne Gronemeyer Prof. Dr. Marianne Gronemeyer
Die Macht der Bedürfnisse. Überfluss und Knappheit in der Konsumgesellschaft

Sendezeit: So 20.10.2019, 07:30h
Erstausstrahlung: So 26.11.2006


Während uns die von Tag zu Tag dringlicher werdenden Sparappelle im Ohr klingen, die uns eine neue Bescheidenheit auferlegen, während wir uns gerade zu der Einsicht durchringen, dass es bei leeren öffentlichen Kassen und schmaler werdendem privaten Portemonnaie unumgänglich ist, sich einzuschränken, verschafft sich schon eine andere Ermahnung Gehör: dass es nämlich heute erste Bürgerpflicht sei, zu konsumieren, denn nur durch Konsum könne die Wirtschaft wachsen und nur durch Wachstum entstünden die so schmerzlich vermissten Arbeitsplätze. Müssen wir nun sparen oder uns verausgaben? Müssen wir unsere Bedürfnisse ausleben und stimulieren oder streng in ihre Schranken weisen? Wem nützen unsere Bedürfnisse? Und wem verhelfen sie zur Macht?



Prof. Dr. Edwin Hübner Prof. Dr. Edwin Hübner
Der Mensch vor der digitalen Sphinx

Sendezeit: So 27.10.2019, 07:30h


Wir Menschen sind gegenwärtig in eine Lebenssituation geraten, die völlig neue Anforderungen an uns stellt. Unser Alltag wird mehr und mehr von digitalen Geräten durchsetzt, mit denen wir erst noch sinnvoll umzugehen lernen müssen. Durch Künstliche Intelligenz oder „Transhumanisten“ wird eine alte Frage auf neue Weise gestellt: Wer ist der Mensch? Was ist der Sinn des Menschen? Digitale Techniken eröffnen großartige Möglichkeiten, haben aber auch unerwünschte Nebenwirkungen. Pädagogik muss diese Gefährdungen in den Blick nehmen, zugleich auch ein sachliches Verständnis der Digitaltechnik ermöglichen und Wege zu einem gesunden Umgang mit den Geräten aufzeigen. Darüber, wie dies möglich sei, wird gegenwärtig intensiv diskutiert. Die digitale Sphinx stellt der Pädagogik die Frage, welche Bildung Kinder heute brauchen, um sich für einen mündigen Umgang mit den Herausforderungen der Zukunft zu befähigen.